19. September

Nach dem Aufwachen bemerkten wir, dass wir seit zwei Wochen Sehenswürdigkeiten besuchten. Das wurde uns langsam zu viel und war auch nicht gerade günstig. Dennoch entschieden wir uns, mit dem Taxi zum Bird Paradise zu fahren. Im Voraus hatten wir bereits erfahren, dass der Preis für ein Ticket 49 S$ pro Person betrug. Bei unserer Ankunft wollten wir die Tickets kaufen, jedoch war der Ticketautomat nur für Kreditkarte geeignet. Ich versuchte, meinen deutschen Schwerbehindertenausweis sowie den singapurischen Behindertenausweis meiner Frau vorzulegen. Der Verkäufer prüfte die Ausweise und überraschte uns mit der Mitteilung, dass wir kostenlos eintreten dürften.

Zuerst waren wir uns nicht ganz sicher, wo wir anfangen sollten, aber nach ein wenig Überlegung entschieden wir uns, das Pinguinarium als ersten Stopp zu wählen. Als wir eintraten, waren wir einfach sprachlos – es war atemberaubend! Im unteren Bereich konnten wir die Pinguine beobachten, die fröhlich im Wasser tauchten, während alles in einem wunderschönen Blau leuchtete.

Dann machten wir uns auf den Weg zur Wasseroberfläche und beobachteten, wie die Pinguine mit ihren watschelnden Schritten, Sprüngen und eleganten Schwimmzügen umherflitzten. Diese kleinen Geschöpfe waren einfach zu niedlich, und wir konnten uns kaum sattsehen!

Nachdem wir die ersten Eindrücke gesammelt hatten, machten wir uns auf zu elf beeindruckenden Vogelvolieren, die verschiedene Kontinente repräsentieren. Vorher war ein Blick auf die Plantafel unerlässlich, um unseren Weg nicht zu verlieren.

Unser erster Halt war die Vogelvoliere „Heart of Africa“, wo sich eine bunte Vielfalt an Vögeln aus dem afrikanischen Kontinent zeigte. Wir beobachteten, wie die Vögel in verschiedene Richtungen flogen – gelbe, blaue, rote und grüne Exemplare tanzten um uns herum. Es fühlte sich an, als wären wir mitten im afrikanischen Dschungel gelandet! Das Wetter war heiß und sehr feucht, was dem ganzen Erlebnis eine zusätzliche Prise Abenteuer verlieh.

Wir setzten unsere Erkundung zwischen den Vogelvolieren fort und entdeckten immer mehr Vögel mit kräftigen Farben. Das Wetter wurde für uns jedoch zunehmend unerträglich heiß. Um der Hitze zu entkommen, suchten wir zwischen den Vogelvolieren die kühlen Räume auf. Dort legten wir uns für eine halbe Stunde in bequeme Sitzsäcke und schauten uns interessante Videos an, um die faszinierenden Farben und Arten der Vögel noch einmal Revue passieren zu lassen.

Wir besuchten die nächste geräumige Vogelvoliere, die Lory Loft, wo besonders die verschiedenen Papageienarten im Mittelpunkt standen. Während ich versuchte, ein Foto von einem blauäugigen Kakadu zu machen, landeten plötzlich zwei bunte Papageien auf meinen Schultern. Sie begannen, an meinem Hals, Oberarm und Unterarm zu lecken – anscheinend hatten sie eine Vorliebe für das Salz meines Schweißes! Ich wollte sie eigentlich von mir wegschicken, doch sie kehrten immer wieder zurück, fast so, als wären sie Tauben in Venedig, die um Aufmerksamkeit betteln. Es war ein unerwartetes und amüsantes Erlebnis!

Dazwischen hatten wir auch Hunger und Lust auf etwas Erfrischendes. Wir gönnten uns einen leckeren Fruchtsaft, während meine Frau ein Stück Schokoladenkuchen genoss – eine süße Auszeit! Für mich gab es ein Dessert, das einfach köstlich war.

Gestärkt setzten wir unseren Weg fort und besuchten die letzten großen Papageien – die beeindruckenden Aras. Die Farbenpracht dieser Vögel war atemberaubend! Zudem konnten wir die malerischen Wasserfälle bewundern, die das gesamte Erlebnis perfekt abrundeten.

Nach unserem Abenteuer im Bird Paradise machten wir uns auf den Heimweg und hielten zwischendurch in einem Einkaufszentrum an. Plötzlich überkam mich ein unwiderstehlicher Drang nach einer Massage – ich war bereit für einen Verwöhnmoment! Ein kräftiger Massagemann packte meinen Rücken und Schulter an und massierte ihn mit einer Intensität, die bis zur Schmerzgrenze ging. Nach 20 Minuten fühlte ich mich, als hätte ich einen Boxkampf gegen zehn Männer verloren! Aber hey, es war trotzdem spitzenmäßig!

Danach entschied ich mich beim Friseur für eine Glatze – schließlich war es heiß genug, um die Luftzirkulation zu verbessern! Mit meiner neuen Frisur traten wir die Heimreise an, wo uns ein köstliches Essen erwartete, das von meiner Schwiegermama zubereitet wurde. Ja, ihr habt richtig gehört! Und während ich auf dem Weg nach Hause war, bemerkte ich ein leichtes Sonnenbrandgefühl an meinem Arm – anscheinend hatte ich mich doch etwas zu sehr von den Vögeln ablenken lassen!

Das war‘s

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