
Hast du dich schon mal gefragt, warum manche Gespräche wie ein gerader Weg wirken und andere wie eine Wanderung durch dichtes Gebüsch? Wenn man bayerische und singapurische Gespräche vergleicht, prallen zwei Welten aufeinander.
Das bayerische Gespräch: „In alle Richtungen“
Ein bayerisches Gespräch ist oft ein echtes Labyrinth. Man fängt bei einem Thema an (zum Beispiel Erste Hilfe) und landet plötzlich bei Witzen über das Frühstück, Statistiken oder einem Unfall in Oberkirch.
• Der „Ratsch“: Es geht nicht immer um das Ziel, sondern um den Umweg.
• Ironie und Witze: Oft wird die eigentliche Information in Ironie verpackt.
• Die Herausforderung: Für jemanden, der eine klare Struktur sucht, ist das oft „wirr“. Die Sätze springen, der Dialekt macht es technisch schwer greifbar, und der rote Faden versteckt sich hinter Humor.
Das singapurische Gespräch: Architektur und Familie
Im Gegensatz dazu wirkt die Kommunikation in Singapur (besonders im chinesischen Kontext) wie ein gut geplantes Gebäude.
• Die 1-bis-5-Logik: Sogar die Schriftzeichen folgen einer strengen Architektur. Jedes Zeichen wird aus maximal fünf Bausteinen gebaut. Das gibt dem Denken eine visuelle Ordnung.
• Klare Anker: Begriffe wie Ah Ge (großer Bruder), Ah Po (Oma) oder Ah Gong (Opa) sind die Grundpfeiler. Egal wie emotional es wird, die familiäre Hierarchie hält das Gespräch zusammen.
• Das Ziel im Blick: Ob es um einen Notruf (995) oder das gemeinsame Essen geht – das Gespräch hat ein Zentrum, um das sich alles dreht.










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