In der National Gallery stehe ich vor einem beeindruckenden Gemälde, das die Geschichte Singapurs lebendig werden lässt. Hier ist meine Beschreibung dieses Werkes:

Meine Beobachtung: Das Familienporträt von Georgette Chen

Ich betrachte dieses großformatige Ölgemälde, das eine Familie in einem sehr vertrauten, privaten Moment zeigt. Es fasziniert mich, wie die Künstlerin die verschiedenen Generationen und ihre Tätigkeiten eingefangen hat: Eine Frau in einem eleganten, karierten Kleid sitzt im Zentrum und liest eine Zeitung, während die Kinder um sie herum beschäftigt sind – ein Mädchen strickt, ein anderes lehnt sich an sie, und ein Junge im Vordergrund trägt einen Kopfschmuck aus Federn.

Die Malerin: Georgette Chen

Dieses Werk stammt von Georgette Chen (1906–1993), einer der bedeutendsten Künstlerinnen Singapurs und eine Pionierin des sogenannten Nanyang-Stils.

Hintergrund: Geboren in China und ausgebildet in Paris und New York, kam sie 1951 nach Südostasien und ließ sich schließlich in Singapur nieder.

Bedeutung: Sie ist bekannt für ihre Fähigkeit, westliche Maltechniken mit asiatischen Motiven und Themen zu verbinden.

Warum ein Familienporträt?

Das Bild mit dem Titel „Family Portrait“ entstand um 1954–1955 und hat eine besondere Bedeutung:

Persönlicher Bezug: Es ist das größte Werk, das Georgette Chen nach ihrer Ankunft in der Region fertigstellte.

Feier der Gemeinschaft: Es diente als eine intime Feier enger Freunde der Künstlerin.

Fokus auf das Alltägliche: Das Porträt spiegelt Chens tiefes Interesse wider, ganz normale Menschen in ihrer Kunst darzustellen. Sie wollte ein nahbares Bild einer eng verbundenen, modernen Familie schaffen.

Es ist bewegend zu sehen, wie dieses Gemälde eine Brücke zwischen der Tradition und dem modernen Leben der 1950er Jahre in Singapur schlägt.

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