Nachdem wir uns gestern richtig erholt hatten, stand heute wieder ein echter „Vollmarsch“ auf dem Plan. Nach einem reichlichen Frühstück trafen wir uns an der HarbourFront mit einer Gehörlosen aus Singapur. Das war ein riesiger Glücksfall: Da sie sich als Einheimische bestens auskennt, hat sie uns immer über die besten Wege gelotst. Ohne ihre Hilfe hätten wir sicher die doppelte Strecke zurückgelegen!
Über den Sentosa Boardwalk zum bunten Neujahrsfest
Statt die Bahn zu nehmen, spazierten wir über den „Sentosa Boardwalk“. Der Weg ist etwa 900 Meter lang, führt herrlich durchs Grüne und ist viel angenehmer zu laufen als die stickige Bahn. Auf Sentosa angekommen, tauchten wir direkt in ein Meer aus bunten, leuchtenden Figuren ein, die dort für das chinesische Neujahrsfest aufgestellt wurden. Da der Eintritt ins Oceanium mit 98 S$ pro Person für uns zu kostspielig war, sparten wir uns das Geld und spazierten lieber quer über die Insel.













Die wunderschöne Gestaltung und die vielen dekorativen Details, die ich so sehr bewundere, gibt es dort nämlich völlig kostenlos zu sehen.
Sicherheit geht vor am Palawan Beach
Mit dem Beach Shuttle fuhren wir zum Palawan Beach.


Der Strand sieht aus wie im Traum, aber das Baden war streng verboten.


Ich hatte vor zwei Wochen in der Presse gelesen, dass hier Krokodile gesichtet wurden – in Singapur wird Sicherheit extrem ernst genommen.


Ein echtes Highlight war die Überquerung der Seilkettenbrücke: Die Konstruktion ist so wackelig, dass man für den Gang hinüber schon gute Nerven braucht!

Von einem Aussichtsturm hatten wir danach einen fantastischen Panoramablick über das Meer und die Insel. Das Wetter war extrem heiß und die Luftfeuchtigkeit hoch, aber das hat uns nicht vom Fotografieren abgehalten.
Geschichte hautnah im Fort Siloso


Nach einer willkommenen Erfrischung mit gekühltem Kokossaft im Cocoscafe besuchten wir das Fort Siloso.























Dieser Ort führt einem die Geschichte Singapurs zwischen 1942 und 1945 vor Augen, als hier ein erbitterter Krieg zwischen britischen und einheimischen Soldaten gegen die japanische Armee herrschte. Die Museen und Exponate sind sehr originalgetreu:
• Militärische Anlagen: Riesige Kanonen und Soldaten in Uniform vermitteln einen sehr realistischen Eindruck der damaligen Zeit.
• Bedrückende Mahnung: Die ausgestellten Fotos und die Nachstellung des Verhandlungstisches zwischen den Briten und Japanern haben mich sehr bewegt. Es erinnert an die dunklen Kapitel der Kriegsgeschichte, auch bei uns in Deutschland.
Dieser Besuch hat uns einmal mehr gezeigt: Nie wieder Krieg! Es ist schrecklich zu sehen, wie viele Zivilisten in solchen Konflikten sinnlos sterben müssen.
Nach einem gemeinsamen Abendessen an der HarbourFront merkte ich zwar, dass meine Haut von der Sonne ordentlich brannte, aber zum Glück bin ich nicht ganz rot wie eine Tomate geworden. Ein großer Dank geht an unsere Begleiterin, die uns so toll geführt hat!
Das war ein wirklich ereignisreicher Tag.



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