Am Sonntag, dem 1. März 2026, ließen wir es ruhig angehen. Nach den vielen Eindrücken der letzten Wochen hatten wir weniger Lust auf klassische Sehenswürdigkeiten und genossen stattdessen die Zeit zu Hause, um zu lesen und uns über die Neuigkeiten aus Passau zu informieren.
Begegnungen in Tanah Merah
Am Nachmittag fuhren wir nach Tanah Merah, um Freunde meiner Frau zu treffen. Auch dort feierten wir gemeinsam die Tradition, das Essen glückbringend in die Höhe zu werfen, und tauschten uns intensiv aus.
Erschütternde Einblicke in die Inklusion
Das Gespräch hat mich als Europäer tief berührt und nachdenklich gestimmt. Ich musste lernen, dass die Teilhabe von Menschen mit Behinderung in Singapur oft ganz anders aussieht als in Deutschland:
• Arbeitswelt: Viele Menschen mit Behinderungen arbeiten in einfachen Jobs, oft als Reinigungskräfte oder in Toilettenanlagen.
• Prekäre Lage: Selbst wenn Gehörlose gute Berufe haben, ist die Bezahlung oft nicht ausreichend.
• Einzelschicksale: Besonders hart hat mich die Geschichte eines fast blinden, gehörlosen Mannes getroffen, der als Toilettenmann arbeiten muss. Es fehlt oft an Bildungschancen und staatlicher Unterstützung, sodass Freunde sich gegenseitig als Wegbegleiter helfen müssen.
Wahre Großzügigkeit
Was mich zutiefst beschämt und gleichzeitig beeindruckt hat: Genau dieser Mann, der es so schwer hat, bestand darauf, das Essen für uns alle zu spenden. Das ist wahre Menschlichkeit. In solchen Momenten wird einem klar, wie wertvoll eine gute Gemeinschaft ist.
Ein Blick in die Zukunft
Diese Erfahrungen sind für mich extrem wertvoll. Es hat in mir den festen Entschluss gereift, mich in Zukunft weltweit für die Belange von Menschen mit Behinderungen einzusetzen. Neben diesen ernsten Themen sprachen wir auch über den Autokauf in Singapur – ein Luxus, der für uns Europäer dort kaum erschwinglich ist.
Müde, aber um viele wichtige Erfahrungen reicher, machten wir uns auf den Heimweg.







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