Was ich heute bei der Schulung erlebt habe, war alles andere als einfach.
Als ich zum Kursleiter ging, legte ich mein Mikrofon an, damit er ins Mikrofon sprechen und es dann auf mein iPad Mini übertragen konnte, damit ich mitlesen konnte. Ganz praktisch… ava eben.
Am Anfang lief alles gut, aber dann kamen die Witze und die Einmischungen der Teilnehmer, und das Mikrofon funktionierte nicht richtig und wirr war. Es gab verschiedene Geräusche und starken bayerischen Dialekt. Ich hatte keine Ahnung, woher diese Sätze kamen.
Nur kleiner Ausschnitt von Zeilen:
„Nur de Voraussetzung is mittlerweile ned so schlimm. Du glaubst goa ned, wia schlimm es is. Vertraue keiner Statistik, de du ned säiba gefälscht host, denn dannad fängt des Problem scho beim erschtn Moi an. Frühstücken is mir wurscht, weils im häuslichen Bereich is, dann braucht ma a Verkehrsmittel, des in Oberkirch is..“
Und weitere
„I war scho draußn vor zwoa Wochen pro Stund, dann unblock 8 Stund so bei mir, wenn’s nachher vorbei is seit 2016, dann werd i nimmer am Straßnverkehr teilnehmen, weil wenn’s do seid, dann fahrn ma wieder hi, normalerweis. Ähnlich aus oder fünf Dog in da Wochn, Hauptsach, wenn’s an Unfall baut, wird er ma als dem Straßnverkehr gutgschriem, so wia bei am Video auf da Straß, wos bassiert is. Die Qualität da Übersetzung muaß höchsten Ansprüchn g’nügn. Machan kane Erklärungen.“
Ich konnte nicht verstehen, was damit gemeint war. Also habe ich zum Vorarbeiter gesagt, dass die Einmischungen und Witze aufhören sollen. Danach wurde es etwas besser. Trotzdem habe ich etwas gelernt – so sind die Leute eben in Bayern. Bei Schulungen sollte es keine Missverständnisse geben, wenn jemand nicht mitbekommt. Ich habe bis zum Schluss versucht und auch Zeilen richtig korrigiert. Hier habe ich versucht, das Geschriebene zusammenzufassen.
Der Kursleiter verteilte an jeden Teilnehmer einen kleinen Verbandbeutel, und wir bildeten 4 Gruppen. Meine Gruppe hatte die Aufgabe, uns einen Verband um die Nase und den Kopf zu binden, den Unterarm zu binden, den Finger und auch die Leiste. Der Kursleiter überprüfte, ob wir alles richtig gemacht hatten oder ob wir Verbesserungen vornehmen sollten. Außerdem stellte er uns einige Fragen, die wir beantworten mussten. Das war wirklich interessant!
Nach der Pause wurden wir in vier Gruppen vom Kursleiter mit verschiedenen Aufgaben betraut. Unsere Gruppe erhielt die Aufgabe, einen Krämpfanfall zu behandeln. Die anderen Gruppen hatten Aufgaben zu Stromschlag, Schlaganfall und Herzinfarkt. Jede Gruppe musste ihre Aufgabe beantworten. Der Kursleiter korrigierte alle Antworten und stellte fest, dass niemand die Aufgaben richtig gelöst hatte.
Anschließend erhielten wir in zwei Gruppen weitere Aufgaben. In der ersten Gruppe ging es darum, die korrekte stabile Seitenlage einzustellen. In der zweiten Gruppe war die Aufgabe, den Motorrad-Schutzhelm richtig zu entfernen, wenn der Motorradfahrer auf dem Boden liegt und entweder bei Bewusstsein oder bewusstlos ist.
Dann tauschten die Aufgaben.
Dann erklärte uns der Kursleiter, wie wichtig es ist, die Mund-zu-Mund-Beatmung korrekt durchzuführen. Dabei sollte der Hals überstreckt bleiben.
Um die Nase abzudichten, verschließen wir mit Daumen und Zeigefinger der Hand, die auf der Stirn liegt, die Nase des Betroffenen.
Wir öffnen den Mund des Betroffenen leicht. Gleichzeitig öffnen wir unseren eigenen Mund weit und atmen ein.
Wir setzen unseren weit geöffneten Mund fest um den Mund des Betroffenen.
In unserem eigenen Rhythmus beatmen wir vorsichtig.
Dann heben wir den Kopf an und drehen ihn zur Seite. Dabei achten wir darauf, ob sich der Brustkorb oder der Oberbauch des Betroffenen absenkt. Gleichzeitig hören wir auf entweichende Luft und setzen die Beatmung fort. Selbst mit einer lebensgroßen Puppe…
Nachfolgend waren wir dazu angehalten, eine Puppe in menschlicher Größe mittels Mund-zu-Mund-Beatmung zu unterstützen. Der Kursleiter überprüfte gewissenhaft, ob die Teilnehmenden die Anweisungen korrekt befolgten.
Er erläuterte uns zusätzlich die Verwendung des Defibrillators in einer Tragetasche und demonstrierte und erklärte uns, wie man ihn richtig anwendet. Das war alles für heute.
Es war wirklich interessant und ich habe eine Menge neuer Erkenntnisse gewonnen. Besonders spannend war der Erste-Hilfe-Kurs und die lustigen Kollegen mit ihrem bayerischen Dialekt.






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