Ich stehe hier im Herzen von Singapurs Business District, direkt vor der OUE Bayfront. Um mich herum ragen die gläsernen Giganten in den Himmel, und das Tempo der Stadt ist fast greifbar. Doch mitten in dieser hypermodernen Kulisse treffe ich auf eine Gestalt, die mich sofort in ihren Bann zieht: Der Denker von Auguste Rodin.



Die Arbeit des Geistes
Während die Welt um ihn herum in Lichtgeschwindigkeit digitalisiert und gebaut wird, verharrt diese massive Bronzefigur in vollkommener, körperlicher Konzentration. Es fasziniert mich, wie Rodin das Denken nicht als stilles Träumen, sondern als echte, muskuläre Arbeit dargestellt hat. Jede Sehne ist gespannt – ein Sinnbild für die Kraft, die es braucht, um echte Visionen zu entwickeln.
Von der Bronze zur Strategie
In meinen Projekten, wie der Analyse der Multibarrier-Strategie oder dem Vergleich zwischen Passau und Singapur, begegnet mir genau diese Notwendigkeit immer wieder. Ob es um den Bau von Poldern auf Pulau Tekong geht oder um digitale Vorhersagemodelle: Hinter jeder technologischen Lösung steht zuerst der Mensch, der innehält und das Problem bis ins kleinste Detail durchdringt.
„Denken ist nicht passiv. Es ist die Anstrengung, die Welt von morgen heute schon vor dem geistigen Auge zu bauen.“
Ein Anker für die kommende Zeit
Für mich ist diese Statue hier in Singapur mehr als nur Kunst. Sie ist ein Ankerpunkt. Sie erinnert daran, dass wir in der kommenden Zeit mehr denn je diese Tiefe brauchen. In einer Welt voller schneller Antworten ist der „Denker“ ein Symbol für die Ausdauer, die wir für nachhaltige Lösungen benötigen – sei es beim Hochwasserschutz oder bei der Gestaltung lebendiger Stadträume.






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