Normalerweise ist bei „Schön laut“ Lola diejenige, der die verrückten Dinge passieren. Diesmal war es anders. Vanessa kommt zu spät ins Studio, mit Tränen in den Augen. In der Nacht wurde ihr Auto direkt vor dem Hotel komplett ausgeräumt. Folge 27 ist deshalb ernster als sonst – aber am Ende trotzdem typisch „Schön laut“: ehrlich, warm und mit einer ordentlichen Portion Chaos.

Alles weg – nur der Laptop nicht
Koffer, Kleidung, Schmuck, Kreditkarten, Merch und sogar die In-Ears für die Bühne: Die Diebe haben fast alles mitgenommen. Das Bittere: Sonst lassen die beiden nie Wertsachen im Auto. Nur dieses eine Mal, müde von der Tour, dachten sie: „Morgen geht es früh los, wir lassen es einfach drin.“
Glück im Unglück: Andreas hat kurz vor dem Schlafengehen noch seinen Laptop aus dem Auto geholt. Dessen Daten zu verlieren, wäre viel schlimmer gewesen als der Geldwert. Und weil er alle Karten mit mehrfacher Absicherung geschützt hatte, konnte niemand Geld abbuchen. Vanessa gibt offen zu: Früher fand sie seine Vorsicht etwas übertrieben. Jetzt sieht sie, dass er recht hatte.
Das Persönliche tut am meisten weh
Was mich berührt hat: Nicht der Geldwert macht Vanessa traurig, sondern die kleinen Dinge. Fotos im Geldbeutel. Ein Beutel mit gesammelten Glückssteinen. Das Gefühl, dass fremde Menschen jetzt in ihren privaten Sachen wühlen. Lola findet die richtigen Worte:
„Das einzig Gute ist, dass euch nichts passiert ist.“
Und sie sagt etwas, das ich wichtig finde: Man soll sich nicht selbst Vorwürfe machen. Schuld haben die Täter, nicht die Opfer. Gleichzeitig denkt Vanessa schon an die Show am Freitag. Eine Firma aus Köln fertigt kurzfristig neue In-Ears, das Team besorgt Schuhe und Handschuhe. Ihr Grundsatz: Privat ist es schlimm genug, aber die Show soll nicht darunter leiden.
Achtsam sein heißt nicht Angst haben
Lola erzählt von ihren Erfahrungen in Südafrika. Dort hat sie gelernt, an roten Ampeln in unsicheren Gegenden langsam weiterzurollen und Wertsachen nie offen zu zeigen. Das klingt nach Angst, ist aber eigentlich das Gegenteil: bewusst handeln, statt sich verrückt zu machen. Als jemand, der selbst viel reist, nehme ich mir das mit. Mein persönlicher Merkzettel nach dieser Folge:
- Wertsachen nie im Auto lassen – auch nicht „nur dieses eine Mal“.
- Bank- und Online-Konten mit Zwei-Faktor-Absicherung schützen.
- AirTags oder ähnliche Tracker ins Gepäck.
- Wichtige Daten regelmäßig sichern.
„Früher meine Konzerte, jetzt unsere Partys“
Schöner Gegensatz zum Einbruch: Die beiden reden über die Nähe zu den Fans. Die Tickets für Vanessas Tour kosten rund 59 Euro – bewusst günstig, obwohl die Preise sonst überall steigen. Backstage wird konsequent kontrolliert, aber respektvoll. Einen Fan haben sie sogar spontan zur Show eingeladen. Vanessa steht als One-Woman-Show allein auf der Bühne. Das ist anstrengend, aber genau dadurch entsteht eine gemeinsame Energie. Ihr Satz dazu gefällt mir sehr: „Früher waren es meine Konzerte, jetzt sind es unsere Partys.“
Und dann noch: Madrid
Der zweite Teil des Folgentitels kommt nicht von ungefähr: Nach einem Essen in Madrid erwischt es eine der beiden mit einer heftigen Lebensmittelvergiftung. Die Schilderung ist ziemlich deutlich – aber auch das gehört zur Ehrlichkeit dieses Podcasts. Dazu gibt es Gespräche über Schlagzeilen, die aus Podcast-Sätzen gemacht werden, über teure Hotel- und Spa-Rechnungen und über Shakira als großes Live-Vorbild.
Mein Fazit
Folge 27 zeigt, wie schnell ein Tour-Alltag kippen kann – und wie viel ein gutes Team und gute Freundinnen wert sind. Materielles kann man ersetzen, Menschen nicht. Eine Folge zum Mitfühlen, Lachen und mit ein paar ganz praktischen Tipps zum Mitnehmen. Hörempfehlung!
🎧 Daten zur Folge
Podcast: „Schön laut“ mit Vanessa Mai und Lola Weippert
Folge 27: „Vom Einbruch bis zum Erbrechen“
Erschienen am 6. Oktober 2026 · Länge: ca. 62 Minuten
Anhören: Folge 27 auf der Podcast-Seite · Apple Podcasts
Rechte: Dieser Beitrag ist meine persönliche Zusammenfassung und Meinung. Alle Rechte am Podcast liegen bei Vanessa Mai, Lola Weippert und sevenone audio. Zitate sind kurze Ausschnitte, die ich zur Besprechung verwende (Zitatrecht, § 51 UrhG).


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