Kurz und klar: Der Bauausschuss der Stadt Passau hat am Mittwoch, 15. Juli 2026, in seiner öffentlichen Sitzung alle Punkte einstimmig entschieden. Es ging um das Postgebäude, um Technik für die Feuerwehr, um Streusalz und um eine Fläche für belasteten Bauschutt.
Postgebäude: Die Stadt übernimmt es nicht
Eine Fraktion hatte Anfang Juli beantragt, den Abriss am Postgebäude sofort zu stoppen. Die Verwaltung riet dringend davon ab. Der Bauzustand sei sehr schlecht, vor allem der Teil über den Gleisen. Ob man das Gebäude überhaupt sanieren könne, sei fraglich. Außerdem gehöre es der Stadt gar nicht, und die Abbrucharbeiten liefen bereits. Würde die Stadt es übernehmen, hätte sie für viele Jahre eine Last am Bein.
Bei einer Besichtigung von unten habe man offenen Beton und verrostete Stahlträger gesehen, berichtete der Vorsitzende. Da verstehe man, warum sich keine andere Nutzung gefunden habe. Der Antrag wurde einstimmig abgelehnt.
Neue Schlauchwaschanlage für die Feuerwehr
Die Feuerwehr bekommt eine neue Anlage, mit der ihre Schläuche gewaschen und gepflegt werden. Nur eine Firma aus Kiel kann die Anlage so liefern, wie die Fachleute sie brauchen. Bei Feuerwehrtechnik sei das nicht ungewöhnlich, hieß es. Wer täglich mit einer Maschine arbeite, wisse am besten, welche die richtige sei. Der Auftrag kostet knapp 200.000 Euro und wurde einstimmig vergeben.
Streusalz: im Sommer kaufen, im Winter streuen
Bei 30 Grad draußen ging es um den Winter. Der Bauhof kauft 2.000 Tonnen Auftausalz. Geliefert wird in drei Teilen: im Sommer, im Februar und im März. Das hat gute Gründe. Im Sommer ist Salz deutlich billiger, und der Preis für den Winter steht fest. Vor allem hat die Stadt dann sicher genug Salz. In sehr strengen Wintern haben manche Kommunen schon kein Salz mehr bekommen, weil Autobahnen und Bundesstraßen zuerst beliefert wurden. Den Zuschlag bekam der Lieferant, der die Stadt auch bisher zuverlässig beliefert hat. Einstimmig beschlossen.
Eine Fläche für belasteten Bauschutt
Dieser Punkt klingt trocken, ist aber wichtig. Wenn die Stadt eine Straße aufgräbt oder etwas abreißt, muss der Aushub erst untersucht werden. Ist er belastet, muss er zwischengelagert werden, bis klar ist, auf welche Deponie er darf. Eine solche Fläche hat die Stadt zurzeit nicht mehr. Die alte Fläche bei der ehemaligen Bundeswehr-Sportanlage steht nicht mehr zur Verfügung.
Die Folge: Mehrere städtische Baustellen konnten nicht begonnen werden, zum Beispiel die Reparatur von Gehwegschäden. Jetzt hat sich die Stadt mit einem Grundstückseigentümer geeinigt, die Fläche in der Speerwies länger nutzen zu dürfen. Damit lohnt sich die Investition. Die Planung übernimmt ein Ingenieurbüro aus Osterhofen für rund 113.500 Euro. Auch das wurde einstimmig beschlossen.
Sonstiges
Die Niederschrift der Sitzung vom 24. Juni wurde einstimmig genehmigt.
Bericht über die öffentliche Sitzung des Ausschusses für Bauen und Liegenschaften vom 15.07.2026. Maßgeblich sind die offiziellen Sitzungsniederschriften der Stadt.




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