Am Donnerstag, 9. Juli 2026, hat der Kulturausschuss der Stadt Passau öffentlich getagt. Es ging um die Arbeit in den Museen, um den Kulturbeirat und um den Musikpreis. Ein Gedanke zog sich durch die ganze Sitzung: Kultur soll in Passau jünger und offener werden.
Museumspädagogik: endlich eine volle Stelle
Zum ersten Mal seit rund 40 Jahren gibt es wieder eine volle Stelle für Museumspädagogik und Öffentlichkeitsarbeit. Das merkt man: Es gibt deutlich mehr Führungen und Veranstaltungen, vor allem für Kinder, Jugendliche und Geflüchtete. Führungen gibt es jetzt schon für Kinder ab vier Jahren.
Dazu kommen feste Termine im Jahr, zum Beispiel der Internationale Museumstag, der Welterbetag, der Tag des offenen Denkmals und Römer- und Archäologiefeste. Nach Corona steigen die Besucherzahlen wieder. 2024 kamen rund 6.500 Besucherinnen und Besucher. Eine Sonderausstellung hat zusätzlich viele Gäste gebracht.
Ein Problem bleibt: Das Römermuseum ist schwer zu erreichen. Das bremst die Besucherzahlen. Die Stadt will die Welterbestätten besser erreichbar und bekannter machen. Neu sind außerdem ein Flyer, eine modernisierte Internetseite und ein neues Kassensystem. Das alte musste ersetzt werden, weil der Anbieter pleite ging.
Kulturbeirat: Platz für die Popkultur
Der Kulturbeirat berät die Stadt in Kulturfragen. Bisher sitzen dort vor allem Vertreter von Vereinen und Einrichtungen. Jetzt kommt ein Mitglied aus der Popkultur dazu. Damit sollen auch jüngere Erwachsene und Leute ohne großen Verein eine Stimme bekommen, zum Beispiel aus der Musik- und Clubszene. Das wurde einstimmig beschlossen.
Der Kulturbeirat soll außerdem mindestens einmal im Jahr tagen und offener arbeiten. In der Diskussion kam auch Kritik: Kulturschaffende wünschen sich, dass ihre Anliegen ernster genommen werden und ihre Arbeit sichtbarer wird.
Musikpreis: mehr junge Stimmen in der Jury
Die Preisträgerinnen und Preisträger des Musikpreises sind meist zwischen 14 und 22 Jahre alt. Deshalb sollen künftig auch frühere Preisträger in der Jury mitreden. Entscheidend bleibt aber die musikalische Leistung, egal wie alt jemand ist oder welche Ausbildung er hat. Und es soll nicht nur um klassische Musik gehen, sondern auch um Pop und andere Richtungen.
Weitere Anträge zur Geschäftsordnung wurden ebenfalls angenommen.
Bericht über die öffentliche Sitzung des Kulturausschusses vom 09.07.2026. Maßgeblich sind die offiziellen Sitzungsniederschriften der Stadt.




Schreibe einen Kommentar